Laufgemeinschaft Würzburg News

Harbauer deutscher Vizemeister im Crosstriathlon

Beim Saisonfinale der Crosstriathleten im sächsischen Zittau fanden am 17.08.2019 im Rahmen eines internationalen XTerra-Wettkampfes auch die Deutschen Meisterschaften der deutschen Triathlonunion statt.

Als Mitglied der deutschen Altersklassennationalmannschaft in der AK 45 konnte der für die LG Würzburg startende Georg Harbauer seine gute Saison mit einem deutschen Vizemeistertitel abschließen.

Nach 1,5 km Schwimmen als Zweiter aus dem Wasser gekommen, übernahm Harbauer schon in der Wechselzone die Führung, verteidigte diese auf der selektiven und mit über 1000hm sehr anspruchsvollen 37 km MTB-Runde durch das Zittauer Gebirge und wurde erst auf den letzten Kilometern der 10 km langen Crosslaufstrecke vom späteren Sieger Mirko Querfeld überholt.

Georg Harbauer beim Schwimmausstieg

 

Georg Harbauer beim Radpart

 

 

Marko Gränitz holt dritten Platz nach Würzburg

Am 24. und 25. August fand zum vierten Mal das Ultralauf-Festival in Bottrop statt. Der Schwerpunkt lag dabei ganz klar auf dem 24-Stunden-Lauf, der als Deutsche Meisterschaft dieses Jahres ausgetragen wurde. Insgesamt starteten mit Walter Zimmermann, Gregor Braungart, Dietmar Beiderbeck und Marko Gränitz auch vier Läufer der Laufgemeinschaft Würzburg.

Auf der Strecke herrschten sommerliche Temperaturen und teils pralle Sonne, was so manchen Teilnehmer schon frühzeitig zu kurzen Pausen zwang. Dabei hatte der Veranstalter alles getan und für ausreichend Getränke und Wasserbehälter zur Abkühlung gesorgt. Entsprechend angenehm waren die Temperaturen in der Nacht, in der die Läufer jedoch zunehmend mit ihrer Müdigkeit zu kämpfen hatten. Daran änderte auch der Sonnenaufgang am Morgen nichts, sodass die letzten Stunden bis zum Zieleinlauf um 11 Uhr den Teilnehmern sowohl körperlich als auch mental alles abverlangten.

Am Ende konnte sich Marko Gränitz bei seinem ersten 24-Stunden-Lauf mit 226 km den 3. Platz in der Gesamtwertung sowie den Deutschen Meistertitel in der Altersklasse M35 sichern. Dietmar Beiderbeck wurde als blinder Läufer von Gregor Braungart begleitet. Die beiden erreichten jeweils eine Distanz von 122 km und Platz 10 in ihren Altersklassen M50 bzw. M55. Walter Zimmermann beendete das Rennen nach 100 km vorzeitig (Platz 10 Altersklasse M65).

Gesamtsieger und Deutscher Meister wurde der überragend laufende Felix Weber mit neuem Streckenrekord (247 km) vor dem Deutschen Meister der beiden Vorjahre, Marcel Leuze (239 km). Bei den Frauen siegte Antje Krause (218 km) überlegen vor Simone Durry (192 km) und Ilka Friedrich (175 km).

Marko Gränitz nach dem Finish
(Foto: Michael Sommer)

Siegerehrung  der Männer - mit Marko Gränitz (rechts)
(Foto: Walter Zimmermann)

Siegerehrung gesamt - mit Marko Gränitz (ganz rechts)
(Foto: Walter Zimmermann)

 

 

Vier Partnerstädte bei den Freiheitsläufen in Caen

Traditionell Anfang Juni trafen sich Sportler der Partnerstädte Caen, Würzburg und Portsmouth zu den Courses de la liberte  anlässlich des 75. D-Day-Jubiläums. Zum ersten Mal dabei auch fünf Läufer aus Würzburgs Partnerstadt Trutnov in Tschechien.

Im Angebot waren vier Strecken: Marathon von Courseulles an der Landungsküste und Halbmarathon von der Pegasus Bridge bis zur Praerie in Caen sowie ein Fünf- und Zehn-Kilometer-Lauf in der Innenstadt.

Marcus Wieser von der LG Würzburg konnte sich bei idealen Laufbedingungen in 2 Stunden und 57 Minuten auf Gesamtplatz 31 der gut 1500 Marathonläufer platzieren.  Beim Halbmarathon war der Tscheche Marek Johan mit 1 Stunde und 38 Minuten Schnellster des „jumelage“-Teams.  Über zehn Kilometer kam seine Teamkollegin Dagmar Nedlaskova (49:11) weit im Vorderfeld der 4500 Teilnehmer ins Ziel.

Alle „jumelage“ - Teilnehmer waren am Vorabend der Läufe von der Stadt Caen zum Essen eingeladen und manch alte Freundschaft konnte weiter vertieft werden.

Das Wochenend-Programm enthielt eine Fahrt entlang der Landungsküste mit den Muschelbänken und alten Bunkern in Port en Bessin, über Arroamanches, Courseulles und den Fährhafen Ouistreham zurück nach Caen sowie einen Stadtrundgang mit Besichtigung  der Burg, der Abbay des Dames und Hommes mit Grab Wilhelm des Eroberers.

Eine weitere Tour führte zur Grenze der Bretagne, wo der Mt. St. Michel erklommen und auch im Watt zu Fuß umrundet wurde, während ein anderes Fahrzeug der 22-köpfigen Gruppe Cabourg, Villers sur Mer und den Bade- und Künstlerort Deauville ansteuerte. Auf der Hinfahrt hatte die Gruppe bereits das Hafenstädtchen Honfleur besichtigt.

Das französische Abschluss-Essen fand traditionell im Le P’titB in Caens „Klein Montmartre“ statt. Die deutschsprachige Besitzerin hatte vormals im Partnerschaftsbüro gearbeitet. Die Rückfahrt führte mitten durch Paris, vorbei an Arc de Triomphe, Eiffelturm, Louvre und Notre Dame. In Epernay konnte man im deutschstämmigen Weingut Legras & Haas noch eine  Champagnerprobe  genießen.

Das nächste Treffen wird im Oktober in Portsmouth zum „Great South Run“ stattfinden, sofern bei einem möglichen „harten Brexit“ die Einreise auf die Insel noch problemlos möglich sein sollte.

Auf dem Gruppenbild sind links die fünf Teilnehmer aus Trutnov zu sehen. Foto: Hilke Hoffmann

Weitere Bilder in der Bildergalerie!

LG erfolgreich bei der Bayerischen Meisterschaft im Ultra-Trail-Lauf

14 Helfer an der Stecke, 5 Läufer im Ziel und 1 Bayerischer Meistertitel lautet die Bilanz der Laufgemeinschaft Würzburg bei 6. MaintalUltraTrail in Veitshöchheim.

Bei guten Laufbedingungen mit Aprilwetter – weniger gut für die Streckenposten! – war die Veranstaltung ein Erfolg. Gelobt vom Bayerischen Laufwart Willi Wahl, der spontan den Wunsch äußerte, auch im nächsten Jahr eine Bayerische Meisterschaft nach Veitshöchheim zu vergeben. Vielleicht auf die Ultra-Distanz, was dem Veranstalter lieber wäre, da eine erneute Meisterschaft über den Trail 30 zu viele Ultras auf die „Kurzstrecke“ zieht.

Aus Sicht der LG gibt es nur Erfreuliches zu vermelden.  Alle 5 Teilnehmer kamen wohlbehalten im Ziel an. Das Team erreichte Platz 5 beider Bayerischen und Platz 3 bei der Unterfränkischen Meisterschaft. Mit Dr. Gerald Lehrieder ging auch ein Meistertitel nach Würzburg. Als Gesamt-20. siegte er in seiner AK M 55.  Herzlichen Glückwunsch. Aber auch die weiteren Sportler konnten sich alle unter den TOP TEN ihrer Altersklasse platzieren.

Ein gelungenes Comeback gelang auch Lutz Fürchow, einziger LG’ler auf der Langstrecke über 64 km.  Nach langer Pause wagte er sich erstmals wieder an einen Ultralauf und konnte ihn auch erfolgreich als Sieger der M 60 beenden! Glückwunsch auch an Lutz !

Die Ergebnisse im Einzelnen:

Bayer. Meisterschaft:      Unterfränk. Meisterschaft:
20. / 1. M 55  Dr. Gerald Lehrieder  2:27:07  9. / 1. M 55
33. / 8. M 35  Dr. Rainer Koch  2:35:55  16. / 5. M 35
62. / 9. M 55  Georg Braungart  3:00:07  28. / 5. M 55
75. / 4. M 65  Dr. Theo Bieber  3:36:32  38. / 2. M 65
80. / 5. M 65  Walter Zimmermann  4:05:51  41. / 3. M 65

 UltraTrail:

54. / 1. M 60 Lutz Fürchow 8:34:32

 Das LG-Team auf der Ultra30-Strecke: (vlnr) LG-Vorsitzender Christoph Hoffmann, Georg Braungart,
Dr. Gerald Lehrieder, Dr. Rainer Koch, Walter Zimmermann, Dr. Theo Bieber

Der einzige LG-Starter auf der Ultra-Distanz: Lutz Fürchow mit Christoph Hoffmann.

 

 

 

LG Würzburg mit 4 Startern bei der Deutschen Meisterschaft Ultratrail

Am 08. Juni fand im kleinen Ort Reichweiler im Pfälzerwald die Deutsche Meisterschaft Ultratrail statt. Das Wetter war bewölkt bis sonnig bei knapp 20 Grad und leichtem Wind. Insgesamt hatten 152 Läufer für die Ultra-Distanz gemeldet, wobei auch einige Teilnehmer ohne Startpass für die Meisterschaft mit im Rennen waren. Für die LG Würzburg starteten Rainer Koch, Georg Braungart, Walter Zimmermann und Neuzugang Marko Gränitz.

Die Strecke verlief über rund 78 km und 3000 Höhenmeter und war technisch sehr anspruchsvoll. Dennoch legte die Spitze vom Start weg ein hohes Tempo vor. Die Läufer der LG Würzburg hielten sich eher zurück und gingen das Rennen kontrolliert an. Schon über die ersten 20 bis 30 Kilometer zog sich das Feld aufgrund des schwierigen Profils weit in die Länge, sodass viele Teilnehmer später berichteten, die meiste Zeit allein gelaufen zu sein. Aufgrund der meist guten Ausschilderung der Strecke war das Risiko, sich zu verlaufen, relativ gering. Nur an wenigen Stellen mussten einzelne Läufer nach dem Weg suchen oder ein kleines Stück zurücklaufen, um die Strecke wiederzufinden.

Unterwegs gab es insgesamt vier Verpflegungsstationen, an denen der Veranstalter aber nur Wasser bereitstellte. Feste Nahrung mussten die Athleten also selbst mitführen. Es war jedoch möglich, im Vorfeld des Rennens eigene Getränke abzugeben, die dann an den Stationen zur Verfügung standen. Zur „Aufmunterung“ der Ultraläufer platzierte der Veranstalter an verschiedenen Stellen der Strecke zudem kleine Schilder mit Sprüchen wie „jetzt nur noch ein Marathönchen“, „uffbasse“ (vor extrem steilen Bergab-Passagen) oder „setze dich, wenn du es eilig hast“ (mit nebenstehendem Camping-Stuhl und vollem Bierkasten). Der Versuchung, unterwegs ein Bier zu trinken, konnten die meisten Teilnehmer aber widerstehen.

Mit zunehmender Streckenlänge mussten die Läufer feststellen, dass der Veranstalter es offenbar geschafft hat, die schwerstmögliche Strecke rund um Reichweiler zu wählen. Obwohl sich das Höhenprofil insgesamt nur zwischen 300 und 600 Metern über dem Meeresspiegel bewegte, kamen am Ende die Gesamt-Höhenmeter der Zugspitze zusammen. Selbst die erfahrenen Spezialisten an der Spitze des Feldes sahen nach Aussagen der Zuschauer im Ziel „nicht mehr gut aus“ und mussten sich im Kampf um die vorderen Plätze völlig verausgaben. Das lag wohl auch daran, dass vor allem die letzten 15 km noch einmal ganz besonders anspruchsvoll waren, wie viele Athleten nach dem Rennen bestätigten. An verschiedenen Stellen waren die Anstiege dort so steil, dass man sich nur an den entsprechend befestigten Seilen nach oben ziehen konnte. Und wer dachte, wenigstens bergab schnell laufen zu können, wurde schnell eines besseren belehrt: Einige Passagen waren hier so abschüssig, dass man Mühe hatte, überhaupt ohne Sturz nach unten zu gelangen.

Zusammengefasst war der Keufelskopf Ultra also ein ziemliches Abenteuer, das wahrscheinlich alle Teilnehmer an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit brachte. Am Ende schaffte es Marko Gränitz, der im vergangenen Jahr vom Triathlon zum Ultralauf wechselte, auf Platz 4 in der Gesamtwertung und wurde damit Deutscher Meister in seiner Altersklasse. Der Spezialist für Etappenläufe, Rainer Koch, kam auf den 12. Gesamtplatz und Rang 4 in seiner Altersklasse – wobei man hinzufügen muss, dass er im Ziel noch recht gut aussah und wohl ein paar Körner aufsparte, um am nächsten Tag (tatsächlich!) einen weiteren Marathon zu laufen – unfassbar! Auch die beiden anderen Teilnehmer der LG Würzburg, Georg Braungart und der bekannte Vielstarter Walter Zimmermann, kamen sturz- und verletzungsfrei ins Ziel.

Gesamtsieger des Rennens und damit Deutscher Meister wurde mit rund acht Minuten Vorsprung der schon zuvor zweifache Deutsche Meister über 100 km und Altersklassen-Weltmeister André Collet. Wie schwer die Strecke war, zeigte sich auch daran, dass selbst seine Siegerzeit insgesamt „nur“ einem Durchschnittstempo von 5:35 min/km entsprach.

AK-Siegerehrung mit AK-Sieger Marko Gränitz